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Vorträge
 


Seit 1996 hält Michaela Koller regelmäßig Vorträge in Bildungseinrichtungen, vor humanitären Vereinigungen sowie Jugend- und Studentenorganisationen.

 

Zu folgenden Themen können Ansprachen erbeten werden:

 

Höhepunkt eines Pontifikats: Benedikt XVI. im Heiligen Land

 

Kambodscha – Buddhisten und Christen nach dem Völkermord

Mit Dias

 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:

Ihre Artikel, der Anspruch und die Wirklichkeit

 

Kein Mythos von Sisyphos: Menschenrechtspolitik im Kalten Krieg

 

László und Ivan kehren heim:

Die Erweiterung der Europäischen Union und ihre Herausforderungen

 

Ungleiche Brüder gegen den "Pangermanismus":

Wie Rom und Ost-Berlin gemeinsam Politik in Südtirol machten

Aus diesem Vortrag zitieren Martin Haidinger und Reinhold Knoll in ihrem Buch "Spione, Spitzel und Agenten", das im Niederösterreichischen Pressehaus erschienen ist (S. 319 bis 326)

 

Traditionelle Freundschaft?

Die Deutschen und ihre Arabienliebe nach Amin El-Husseini und Hitler

 

Kurzfassung:

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs rangen die Regierungen der Bundesrepublik und der DDR um Anerkennung ihres jeweiligen Systems im Ausland. Um den Bruch mit der Vergangenheit zu demonstrieren, definierte sich die DDR als "erster anti-faschistischer Staat auf deutschem Boden". So sprach sich die Regierung von jeder Schuld und Verantwortung frei. Die DDR verweigerte aus diesem Grund auch jegliche Wiedergutmachung an den jüdischen Staat Israel. Das durch die Anerkennungspolitik motivierte Werben um gute Beziehungen zu arabischen Ländern führte nicht zu Zielkonflikten - ganz anders in der Bundesrepublik Deutschland: In Bonn besannen sich die Regierungen, allen voran die Konrad Adenauers, der Vergangenheit und der daraus resultierenden moralischen Verantwortung. Der erste Bundeskanzler betrieb Geschichtspolitik. Zunächst offenbarte sich diese im Jahr 1952 in den Debatten um das Wiedergutmachungs-Abkommen mit Israel. Daraus ergab sich die erste Krise in den deutsch-arabischen, insbesondere deutsch-ägyptischen Beziehungen. Westdeutschland war an dieser Stelle verwundbar: Die DDR konnte hier einhaken und um Anerkennung buhlen. Die Bonner Hallstein-Doktrin schien nicht mehr haltbar zu sein. Die Arabische Liga, die ihren Sitz in Kairo hatte, warnte die Bundesrepublik immer wieder vor diesem Abkommen. Zu einem totalen Boykott durch die arabische Seite kam es jedoch nicht. Bundeskanzler Adenauer bekräftigte zwar gegenüber den arabischen Staaten die moralische Verpflichtung gegenüber Israel, bot diesen jedoch zugleich wirtschaftlichen Beistand an.

"Sadats Wende: Außen- und Wirtschaftspolitik unter Anwar El-Sadat"

Kurzfassung:

Welche nationalen Interessen verfolgte der ägyptische Präsident Anwar El-Sadat beim Friedensschluss von Camp David? Welche Bedeutung hat Ägypten nach dem Kalten Krieg im Nahen Osten? Die Referentin kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem entwicklungspolitische Ziele die Außenpolitik Ägyptens bestimmen. Durch den Friedensvertrag mit Israel wurde Ägypten als Verbündeter des Westens im Nahen Osten zum regionalen Außenseiter. In dieser Rolle konnte Ägypten unter Präsident Sadat an globaler strategischer Bedeutung gewinnen, als die Welt noch in Ost und West geteilt war. Nach der Auflösung des Gegensatzes zwischen den Blöcken stieg das Land am Nil vom regionalen Außenseiter zur militärischen Schutzmacht auf. Die reichen Staaten auf der Arabischen Halbinsel zahlen Petrodollars und erhalten dafür militärischen Schutz. Sollte es einmal zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten kommen, was derzeit in weite Ferne gerückt ist, wird sich die Rolle Ägyptens in der Welt noch einmal grundlegend wandeln. Das bevölkerungsreichste arabische Land erhält eine strategische Rente aus der Region, auch solange die Lage am Golf nicht stabil ist.

 

 

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